Nachhaltiges Reisen in Italien

Das authentische Italien entdecken und erleben
2020 Jahr der historischen Züge und des sanften Tourismus

 

2020 feiert Italien das „Jahr der touristischen Züge und des sanften Tourismus“, das dem entschleunigten Reisen gewidmet ist und für einen Urlaub abseits der großen Touristenzentren steht. Freizeit in der Natur verspricht Erholung, aber auch die Möglichkeit zum Wandern, Radfahren, Reiten und zu vielen anderen Aktivitäten unter freiem Himmel. Der Trend reicht vom nachhaltigen Reisen bis hin zum green tourism, also einem Aufenthalt in Kontakt mit Natur und Menschen, um das Ursprüngliche und Authentische kennen zu lernen.

Italien hat dafür eine große Palette an Möglichkeiten: 25 Nationalparks und etliche regionale Naturschutzgebiete bieten Naturerlebnisse und Touren abseits der Touristenpfade, bei denen man die lokale Tier- und Pflanzenwelt kennen lernen sowie Trekking- und Mountainbike-Ausflüge machen kann. Die Meeresschutzparks wiederum sorgen für geschützte Zonen an der Küste und rund um die Inseln, um die Unterwasserwelt zu schützen: www.parks.it.

Wer die Gegend erkunden und die Landschaft genießen will, kann von den Alpen bis zum Ätna auf zahlreichen Wegen wandern, die oft entlang kulturhistorisch bedeutender Orte führen, wie die Pilgerroute des Franziskuswegs oder die Frankenstraße, auf der Jahrhunderte lang nach Rom gepilgert wurde. Aber auch literarische Wege, wie der Cammino di Dante, der die Orte verbindet, an denen der italienische Dichter lebte, gehören dazu und die antike Via Appia. Eine Wander- oder Pilgerreise zu Italiens landschaftlichen Schätzen ist immer auch eine Reise des Genusses. Es gibt von Norden nach Süden zahlreiche Schlemmerrouten und Weinstraßen wie die Strada del Vino e dell’Olio an der Costa degli Etruschi in der Toskana oder die Proseccostraße durch die sanften Hügel Venetiens.

Die Stiftung der italienischen Eisenbahnen (Fondazione Ferrovie dello Stato) betreibt 10 touristische Strecken von insgesamt 600 Kilometern Länge, die mit historischen Zügen wie Dampflocks befahren werden und durch landschaftlich sehr reizvolle Gebiete fahren. Ein tolles Erlebnis, um entspannt zu reisen und die malerische Umgebung auf sich wirken zu lassen: www.fondazionefs.it

Wer das authentische Italien entdecken will, kann sich an dem Siegel der „Orangenen Fahne“ orientieren: Der Touring Club Italiano vergibt seit 20 Jahren die "Bandiera Arancione" als Auszeichnung im Tourismus- und Umweltbereich an kleine im Hinterland gelegene Borghi mit bis zu 15.000 Einwohnern. Inzwischen sind es 241 Ortschaften, die das Qualitätssiegel tragen. Der Touring Club möchte mit der Auszeichnung, die von der Welttourismusorganisation anerkannt ist, einen Beitrag zur Förderung des sanften Tourismus leisten und die Aufmerksamkeit auf die abseits der Küste liegenden Schätze richten. www.bandierearancioni.it

Auch ein Urlaub in einem der vielen Agriturismo-Unterkünfte verspricht Kontakt mit Einheimischen in ursprünglicher Umgebung. Die Landgüter, die Gästezimmer anbieten, sind oft in kleinen Ortschaften zu finden und bieten Natur, Ruhe und gutes Essen aus lokalen Produkten und Erzeugnissen. www.agriturist.it

Umweltfreundlicher Tourismus steht auch im Mittelpunkt der Alpine Pearls, einem Zusammenschluss von 29 Ortschaften in 6 Ländern in den Alpen, darunter Italien. Hier wird vom Auto auf Elektrobusse umgestiegen und der Skibus bringt Gäste gratis zur Piste, ein wichtiger Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. www.alpine-pearls.com/.
 
Green Pearls ist ein Portfolio von nachhaltigen, handverlesenen und einzigartigen Plätzen weltweit. Dabei hat Green Pearls das Ziel, Tourismusunternehmen auf einer Plattform zu vereinigen, die sich für den Schutz der Umwelt einsetzen und engagieren. Alle Mitglieder von Green Pearls haben vielseitige Ansätze zur Nachhaltigkeit, bieten aber alle erstklassigen Service, eine umweltgerechte Architektur, umfangreiche Wasser-, Energiespar- und Müllaufbereitungsmaßnahmen, wie auch großes Engagement für das soziale Gleichgewicht in der jeweiligen Region. Hotels in Italien befinden sich in Mailand (Lombardei), Borgomaro (Ligurien) und Innichen (Südtirol). www.greenpearls.com/de/

Nachhaltiger Tourismus wird von der Europäischen Kommission in besonderer Weise gefördert: Das Projekt EDEN (“European Destinations of Excellence”) wurde im Jahr 2007 gegründet und hat die Aufgabe, Modelle eines nachhaltigen Tourismus in touristisch wenig entwickelten Gebieten in der EU zu fördern, um Europas versteckte touristische Schätze bekannt zu machen. Ziel ist es, dass weitere Tourismusziele das Modell „Nachhaltiger Tourismus“ adaptieren und so einen saisonunabhängigen Wettbewerb schaffen. Das Projekt basiert auf nationalen Wettbewerben, die seit 2006 jährlich stattfinden und unbekannte touristische Standorte in ganz Europa auszeichnen. Zahlreiche kleine Ortschaften in ganz Italien wurden bereits mit dem EDEN Award ausgezeichnet.  http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/tourism/eden/


Die Borghi, italienische Dörfer im Hinterland und verträumte Küstenorte, laden ein zu einem Urlaub, bei dem Nachhaltigkeit großgeschrieben wird und der ein authentisches Reiseerlebnis mit viel Gastfreundlichkeit erlebbar macht. In diesen charmanten Orten mit ihren Kopfsteinpflaster-Gassen und Steinhäusern ticken die Uhren oft noch langsamer und Traditionen sind hier noch lebendig. Genauso wie eine authentische Küche und Wellness-Anwendungen mit lokalen Produkten. Die Borghi haben sich einem Qualitätstourismus verschrieben und bieten Besuchern Unterkünfte in restaurierten Gebäuden an: So kann man in ehemaligen Mühlen, Schlössern oder Klöstern übernachten oder in kompletten Gebäudekomplexen wie verlassenen Dörfern, die als „albergo diffuso“ („verstreutes Hotel“) dienen: www.alberghidiffusi.it.

Für die touristische Promotion haben sich viele Borghi zusammengeschlossen, um historische Gebäude, lokale Identität und Traditionen zu bewahren: www.borghiautenticiditalia.eu/en/ und www.borghipiubelliditalia.it.