Frühlingserwachen an Bord des Oldtimerzuges „Ferrovia dei Parchi“

© www.latransiberianaditalia.com Foto by Luca-Catasta

Wer die interessantesten Natur- und Kulturrouten der Abruzzen entdecken und dabei in eine längst vergangene Atmosphäre zwischen Stationen, an denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint und einer makellosen Natur eintauchen möchte, ist auf einer Reise in den historischen „Centoporte“ oder „Corbellini“ Waggons aus den 1930er und 50er Jahren des Oldtimerzugs der Ferrovia dei Parchi goldrichtig.

 

Die Ferrovia dei Parchi wurde 1897 auf der Strecke Sulmona-Isernia eingeweiht um die Verbindung von den Abruzzen zur tyrrhenischen Seite und weiter nach Neapel zu ermöglichen.

 

Da auf dem größten Teil der Strecke Schutzgebiete wie der Maiella-Nationalpark und der Abruzzen-Nationalpark durchquert werden, ist sie unter dem Namen „Eisenbahn der Parks“ bekannt und neuerdings auch unter dem Namen „Die Transsibirische Eisenbahn Italiens“. Der Ausdruck „Transsibirische Eisenbahn Italiens“ wurde 1980 von dem Journalisten und Schriftsteller Luciano Zeppegno geboren, der in einem planmäßigen Zug unterwegs war und von einem plötzlichen Schneefall im Gebiet der Altipiani Maggiore d'Abruzzo und der Landschaft, die einer gefrorenen sibirischen Steppe ähnelte, so beeindruckt war, dass er diesem Erlebnis einen Artikel in der damaligen Zeitschrift Gente Viaggi widmete.

 

Die Abfahrt erfolgt immer samstags und sonntags zwischen 8.45 und 9.00 Uhr vom Bahnhof Sulmona, während die Rückkehrzeit je nach Saison und Länge der Route leicht variiert: Sie liegt zwischen 18.00 und 19.00 Uhr während der Wintersaison und zwischen 19.00 und 20.00 Uhr während der Jahreszeiten mit mehr Lichtstunden. Die Routen variieren je nach Zeitraum: Allen gemeinsam ist, dass sie einige Zwischenstopps einlegen und immer den größten Teil der Linie bis Roccaraso zurücklegen (52 km Linie), während sie sich durch unterschiedliche Endstationen unterscheiden (Roccaraso, Castel di Sangro, Carovilli).

 

Da es sich um einen Oldtimerzug handelt, ist er nicht barrierefrei ausgestattet. Rollstuhlfahrer benötigen eine Begleitperson zum Ein- und Ausstieg. Rollstühle können zusammengeklappt im Gepäckwagen am Ende des historischen Zuges oder in einem der Waggons mit geeignetem Nutzraum transportiert werden. Kleine und mittelgroße Hunde können an Bord des Zuges an der Leine und ohne zusätzliche Kosten mitgenommen werden. Fahrräder sind im historischen Zug ohne Aufpreis erlaubt und müssen bei der Abfahrt beim Personal abgegeben werden, um sie in dem speziellen Gepäckwagen am Ende des Zuges zu verstauen, der mit einem Fahrradträger ausgestattet ist.

 

Weitere Informationen unter: https://www.latransiberianaditalia.com/viaggio-in-treno-storico-a-r/