Der PAGANINI-PREIS ist zurück - für junge internationale Talente der Violine

 

In diesem Jahr, vom 15. bis 24. Oktober 2021, kehrt der Paganini-Preis zurück, der renommierte internationale Wettbewerb für Violine, der bereits zum 56. Mal stattfindet.

 

Der Paganini-Preis, einer der wichtigsten internationalen Wettbewerbe für Violine weltweit, ist nach einem der berühmtesten Genuesen aller Zeiten benannt. Eine prestigeträchtige Veranstaltung, die seit ihrer Gründung junge Talente der Geige aus der ganzen Welt anzieht, die durch internationale Wettbewerbe ausgewählt werden. Unter den Preisträgern befinden sich bedeutende Namen wie Salvatore Accardo, Isabelle Faust, Bin Huang, Giovanni Angeleri, Sayaka Shoji, Mengla Huang, Gidon Kremer und Leonidas Kavakos.

 

Aufgrund der gesundheitlichen Notlage werden die Vorauswahlen des Preises im Internet stattfinden und nicht wie in den letzten Ausgaben des Wettbewerbs in den Welthauptstädten der Musik, New York, Wien, Moskau, Guangzhou.

 

Die Vorrunden, die für den 16. und 17. Oktober geplant sind, werden im Palazzo Tursi ausgetragen.

Der Wettbewerb wird dann ins Theater Carlo Felice verlegt, wo am 19. und 20. Oktober die ausgewählten Geiger im Halbfinale gegeneinander antreten, während die Finalisten am 23. und 24. Oktober zusammen mit dem Orchester des Theaters auftreten werden.

 

Alle Infos zur Teilnahme, auf der Website: www.premiopaganini.it

 

Das Paganini-Komitee hat beschlossen, die Anmeldefrist bis zum 31. Mai zu verlängern, um die Teilnahme vieler aufstrebender Kandidaten zu ermöglichen, die durch den Gesundheitsnotstand in Bedrängnis geraten sind. Aus demselben Grund wird die Anmeldegebühr nur von Geigern verlangt, die zu den Vorrunden zugelassen sind.

Der Paganini-Preis wird die "Speerspitze" eines Paganini-Oktobers sein, besonders reich an Angeboten, Veranstaltungen, Einblicken. 

In seiner dritten Ausgabe bietet das Paganini Genova Festival unter seinen Hauptveranstaltungen eine wichtige internationale Fachkonferenz und das Recital von Kevin Zhu, einem jungen und talentierten Künstler, Gewinner der Ausgabe 2018. Am 27. Oktober, anlässlich des Jahrestages von Paganinis Geburt, wird er das Privileg haben, im Palazzo Tursi mit der weltberühmten Cannone des Guarneri del Gesù aufzutreten, die dem großen genuesischen Geiger gehörte.

 

Über eine Landing Page auf der Website der Stadt Genua - Visitgenoa -, anlässlich des Paganini-Oktobers erstellt, wird es möglich sein, das gesamte kulturelle, musikalische und historische Angebot zu nutzen, das mit dem großen Geiger und seiner Bedeutung für die Stadt verbunden ist: von den Veranstaltungen über die Museumsrouten bis hin zu den Archiven und dem Zentrum für Paganini-Studien, das vor kurzem in einen prestigereichen Sitz im Palazzo Tursi umgezogen ist.

 

Einige historische Anmerkungen zum Paganini-Preis

 

Es war der Musikkritiker Carlo Marcello Rietmann, der 1940 (zum ersten hundertsten Todestag Paganinis) die Idee eines nach ihm benannten Preises lancierte. Der Krieg brach aus und es wurde nichts weiter unternommen. Erst 1952 richtete der Bürgermeister der Stadt dauerhaft den Paganini gewidmeten Wettbewerb ein, dessen künstlerische Leitung Luigi Cortese anvertraut wurde, dem einflussreichsten genuesischen Komponisten des zwanzigsten Jahrhunderts.

 

Die erste Auflage 1954 war, gelinde gesagt, sehr kurz. Nur zwei Geiger präsentierten sich und es wurde kein Preis vergeben. Ab dem folgenden Jahr stieg jedoch die Zahl der Teilnehmer, und 1956 wurde erstmals der Hauptpreis vergeben. Seitdem hat der Wettbewerb zunehmend an internationaler Bedeutung erlangt. 1956 wurde in Genua bei einer Reihe von Vorbesprechungen der Grundstein für die Einrichtung der World Federation of International Music Competitions (Weltverband der Internationalen Musikwettbewerbe) gelegt, zu deren Gründungsmitgliedern der "Paganini" dann im darauffolgenden Jahr in Genf gehörte.

 

Die besondere Ausrichtung des Preises wurde im Laufe der Jahre entwickelt. Anfangs fanden die Vorrunden hinter verschlossenen Türen statt, später waren alle Auftritte öffentlich, so dass die Liebhaber jede Phase des Wettbewerbs verfolgen konnten.

Bis 2002 wurde die jährliche Austragung beibehalten, dann wurde der Wettbewerb alle zwei Jahre veranstaltet und in den letzten Ausgaben alle drei Jahre.

 

Die Strenge der Jurys und die Gliederung der Prüfungen, die darauf abzielen, sowohl die technischen Aspekte einer Aufführung als auch den interprätentativen Anspruch zu vertiefen, haben im Laufe der Zeit das hohe Qualitätsniveau der Veranstaltung garantiert.

 

Es ist kein Zufall, dass der erste Preis sechzehn Mal nicht vergeben wurde und die Geiger, die den Preis erhalten haben, alle eine Karriere von höchstem internationalen Rang gemacht haben: Es genügt, sich an Salvatore Accardo (1958) zu erinnern, desweiteren an Grigory Zhislin (1967), Ghidon Kremer (1969), Leonidas Kavakos (1988), Natalia Prichepenko (1990), Massimo Quarta (1991), Isabelle Faust (1993), Bin Huang (1994), Giovanni Angeleri (1997), Sayaka Shoji (1999), Mengla Huang (2002), In Mo Yang (2015), Kevin Zhu (2018).

 

 

 

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