Italien verbucht Zuwächse in 2014, zieht positive Bilanz für das Reisejahr 2015 und blickt optimistisch auf die Saison 2016

(Frankfurt/Berlin) Italien konnte im Jahr 2014 in beinahe allen Quellmärkten der Gebietsdirektion von ENIT Frankfurt kräftige Zuwächse verbuchen. Aus Deutschland kamen in 2014 so viele Urlauber wie nie zuvor, so dass der Rekord von mehr als 10 Millionen Ankünften in 2013 noch einmal übertroffen wurde: 10.531441 Millionen Ankünfte (+1,9%) und 52.569.730 Millionen Übernachtungen (+ 0,97 %). Auch aus Österreich (+4,7%), der Schweiz (+3,8%) und Polen (+12,7%) kamen mehr Urlauber nach Italien und sorgten für eine positive Bilanz des nationalen Incoming. Nur die Beneluxländer Niederlande, Belgien und Luxemburg schwächelten und verzeichneten einen leichten Rückgang bei den Ankünften. Die am stärksten nachgefragten Regionen bleiben Südtirol-Trentino, Venetien, Lombardei und die Toskana. 

 

 

Ankünfte 2014

Veränderung % zu 2013

Übernachtungen 2014

Veränderung % zu 2013

(Mio.)

Deutschland

       10.5

+ 1,9

52.5

+ 0,7

Österreich

       2.2

+ 4,7

8.6

+ 3,0

Schweiz

 2.4

+ 3,8

9,3

+ 1,3

Niederlande

 1.9

- 0,6

1.0

- 5,3

Belgien

 1.1

- 1,6

4.6

- 3,9

Polen

1.1

+12,7

4.3

+ 9,0

 (Quelle: ISTAT 2015)

 

Das vergangene Reisejahr 2015 ist mit einer positiven Bilanz zu Ende gegangen: wenn auch noch keine definitiven Zahlen vom italienischen Statistikamt veröffentlicht wurden, zeichnen sich bei den bisher vorliegenden Zahlen leichte Zuwächse ab. Auch die großen deutschen Reiseveranstalter registrierten eine stabile Umsatzentwicklung der Destination Italien und einige brachten aufgrund der guten Buchungszahlen neue Italien-Kataloge auf den Markt. Besonders beliebt waren neben Bade- und Erholungsurlaub, Rundreisen, Studienreisen, Städte- und Luxusreisen. Italien belegte wiederholt den ersten Platz bei den beliebtesten Auslandszielen bei Reisen mit dem Auto und dem Bus. Auch die Passagierzahlen für Flugreisen aus Deutschland nach Italien stiegen um 6% im vgl. zum Vorjahr auf insgesamt 6,2 Millionen. 


Auch für das laufende Reisejahr 2016 stehen die Zeichen gut. Nicht nur neue Flugverbindungen wie von Eurowings oder Ryanair und teilweise stark ausgebaute Frequenzen, auch neue Italienangebote in den Katalogen deutscher Reiseveranstalter setzen auf die Nachfrage nach „Urlaub made in Italy“. 

 

So hat TUI für den Sommer seine Italienpakete besonders für die Adria, den Gardasee und Apulien erweitert; Alltours hat 14 neue Destinationen aufgenommen vor allem in Mittel- und Süditalien; Schauinsland bietet neuerdings auch Apulien und Kalabrien an; Dertour setzt auf neue thematische Autoreisen im Süden und Jahn Reisen/DER Touristik hat nach der erfolgreichen Einführung des Italienkatalogs „Dolce Vita“ im letzten Jahr auch diese Saison wieder spezielle Italienangebote (Kombireise Flug + Auto, Inselhopping Liparische Inseln) im Gepäck.

 

Zudem bevorzugen laut Umfragen von GfK  und FUR  viele deutsche Urlauber Destinationen, die bei Fragen der Sicherheit und Erreichbarkeit punkten. Zu den beliebtesten Reisearten zählen nach wie vor Strand- & Erholungsurlaub, Städtetrips, Natur- & Aktivurlaub. Eine steigende Nachfrage für Italienurlaub verzeichnen zudem Reisen im Luxussegment, Ferienhausurlaub, Studien- und Sprachreisen, Agritourismus und Wellness. Auch Caravaning erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit bei deutschen und niederländischen Gästen.


Eine große Rolle für das Incoming in Italien spielt dieses Jahr das Heilige Jahr der Barmherzigkeit, das noch bis November Gläubige und Pilger nach Rom lockt. Insgesamt werden rund 20 Millionen Besucher erwartet. 

 

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1. 32. Tourismusanalyse der BAT, Feb. 2016

2. Reiseanalyse FUR, Jan. 2016